Van de Perre, Selma: Mein Name ist Selma

Wir lernen die Jüdin Selma kennen, die 17 Jahre alt war, als der zweite Weltkrieg ausbrach.

Mit der Besetzung der Niederlande durch die Deutschen wurde das Leben für sie, wie für alle Juden, hochgefährlich.

Auf einen Schlag wurden Selma und ihre Familie zu Bürgern zweiter Klasse.

Selma tauchte unter, legte sich einen anderen Namen zu, verbarg ihre jüdische Identität und schloss sich dem Widerstand an.

Von nun an war sie als Margareta „Marga“ van de Kuit als Botin im ganzen Land tätig.

Mit Lebenswille, Engagement, unerschütterlicher Hoffnung und viel Glück im Unglück überlebte sie das Konzentrationslager Ravensbrück und den Krieg.

„Mein Name ist Selma“ ist ein ergreifendes und hochinteressantes Buch über eine starke und mutige Frau.

Der Roman, der durch Fotos und Dokumente ergänzt und bereichert wird, ist nicht nur eine beeindruckende Autobiographie und ein wissenswerter Tatsachenbericht aus der Feder einer Zeitzeugin.

Er ist auch ein bedeutsames Mahnmal gegen das Vergessen und ein Stück unbedingt lesenswerte Literatur, dessen Sprache und Stil mir gefielen.

Hut ab vor der fast hundertjährigen Selma van de Perre, die über ihre unfassbar harte Zeit im Widerstand und über die unfassbaren Grausamkeiten im Konzentrationslager schreibt.

5/5⭐️

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